Aland, Inseln, Finnland, Ostsee

Åland Inseln

Paradies aus Inseln & Schären in der Ostsee

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Åland (finn. Ahvenanmaa), die rund 6.500 Inseln und Schären in der Ostsee zwischen Schweden und Finnland gehören aufgrund des dort herrschenden milden Klimas und den überdurchschnittlich vielen Sonnentagen zu den beliebtesten Inseln ganz Skandinaviens. Von den gerade mal sechzig bewohnten Inseln, mit einer Gesamtbevölkerung von 26.000 Menschen, ist Mariehamn gleichzeitig die einzige Stadt der Inselgruppe, die Hauptstadt mit Flug- und Fährhafen. Dort kommen die Fähren aus Schweden, Finnland und Estland an.

Die Åland Inseln sind, bedingt durch die Jahrhunderte langen Einflüsse von Finnland, Russland und auch Schweden sehr kontrastreich und kulturell geprägt. Zwischen 1000 und 1300 zu Schweden gehörend, wurden die Inseln 1809 russisch und nach der russischen Revolution von 1917 sprach der Völkerbund sie Finnland zu. Allerdings mussten sich die Finnen verpflichten, den Bewohnern volle Selbstverwaltung zu gewähren, den Gebrauch der schwedischen Sprache zu erlauben und der Weiterführung der lokalen Sitten und Gebräuche zuzustimmen. So ist Åland heute offiziell zwar finnisches Hoheitsgebiet, es wird aber schwedisch gesprochen, man könnte meinen, in Schweden Urlaub zu machen.

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Åland, mit seinen Inseln und Schären, ist ein Geheimtipp für alle, die Skandinavien, die Ostsee überhaupt und starke Kontraste lieben. Die Sonnenuntergänge, die fast unberührte Natur mit ihrer üppigen Wildblumenpracht und die rot leuchtenden Felsen an den Ufern lassen den Alltag vergessen. Benutzt der Urlauber die sogenannten Schärenfähren, die bei Mitführung eines Fahrrades kostenlos sind, lassen sich die einzelnen Inseln mühelos erkunden und die Buchung einer Bootstour durch die beeindruckende Schärenlandschaft wird zum individuellen Erlebnis. Åland ist ein Paradies für Radfahrer und wie geschaffen, die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen mit dieser Fortbewegungsart bestens kennenzulernen. So ist es kein Problem, beispielsweise das Schloss Kastelholm, dessen erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1388 stammt, zu besuchen und sich über die Geschichte und Bedeutung dieser Feste im 16. und 17. Jahrhundert zu informieren.

Åland ist ein Hechtparadies und es wundert daher nicht, dass jährlich die Petrijünger aus aller Herren Länder auf die Inseln strömen, um ihre Angeln auszuwerfen. Es gibt Hecht in Hülle und Fülle, sodass mithilfe eines kundigen Angelführers das Anglerglück nicht lange auf sich warten lässt. Auch werden in den Sommermonaten immer wieder Wettkämpfe und Angelturniere veranstaltet, bei denen sich jeder Angelfreund beteiligen kann. Um die brütenden Vögel zu schützen, gilt allerdings von 15. April bis 15. Juni ein Angelverbot von Land aus. Um auf den Inseln angeln zu dürfen, muss man einen Angelschein erwerben. Dessen Erlös kommt der Fischaufzucht und Pflege zugute.

In Åland gilt wie in Finnland und Schweden das „Jedermanns Recht“, aber in eingeschränkter Form. Doch es sollten die Grundregeln, nicht stören oder zerstören, Rücksichtnahme auf die Natur und Grundbesitz, Hunde an der Leine, kein Abwasser vom Boot ins Meer und die Achtung vor den Mitmenschen und der Natur eine Selbstverständlichkeit sein, denn nur so lässt sich das Urlaubsparadies Åland Inseln auch für künftige Generationen von Urlaubern erhalten.